Alle acht zeigen dieselben 24 Seiten mit demselben Wortlaut und derselben Struktur — verändert ist nur das Aussehen: Schrift, Farbe, Kanten, Rhythmus, und wie die gezeichnete Straße eingefärbt ist. Der laufende Stand unter /main/ ist die neunte Möglichkeit und steht unten zum Vergleich. Jede Probe hat eine eigene dunkle Fassung; wer sein Gerät dunkel gestellt hat, sieht sie sofort.
Zwei Farben, kondensierte Versalien, harte Kanten, keine Schatten. Die sieben Buchfarben fallen weg — ein Plakat hat keine Palette, es hat einen Ton. Die Zeichnung ist auf Schwarz, Papier und Signalrot reduziert.
Wofür es spricht, wogegen: Laut, eindeutig, aktivistisch. Wirkt neben einem Volksentscheid-Plakat richtig — und macht aus dem Verein eine Bewegung. Risiko: Wer den Verein für sachlich halten soll, liest hier womöglich Agitation.
Serifenschrift für alles, ruhiger Satz, feine Linien statt Rahmen, Markierungen als Unterstrich. Der Ratgeber des Vereins setzt seinen Fließtext genauso.
Wofür es spricht, wogegen: Erwachsen, glaubwürdig, angenehm zu lesen. Baut eine Brücke zum Buch. Risiko: leise. Wer schnell überzeugt werden soll, wird hier nicht gepackt.
Neutrale Grotesk, strenges Raster, viel Weiß, eine einzige Akzentfarbe. Keine Schatten, keine Verzerrung, keine Buchfarben. Die Zeichnung bleibt, aber entsättigt — sie illustriert, sie behauptet nicht.
Wofür es spricht, wogegen: Seriös gegenüber Presse, Verwaltung und Stiftungen. Risiko: Die Seite sieht aus wie zweihundert andere Vereinsseiten — nichts bleibt hängen.
Neutraler, fast weißer Grund. Grün trägt genau vier Dinge: die Knöpfe, das Logo, die Dächer der Zeichnung und das Aussagenband. Die Karten sind weiß mit farbiger Kante — Farbe steht am Rand, nicht in der Fläche.
Wofür es spricht, wogegen: Freundlich und gegenwärtig, und die eigene Farbe des Vereins führt endlich. Risiko: rund und weich kann harmlos wirken — wer aufrütteln will, ist hier falsch.
Die Gegenthese zu großzügigem Weißraum: enger Satz, kleinere Grade, Linien statt Flächen, Karten werden zu Spalten. Eine Seite, die aussieht, als hätte sie etwas zu berichten.
Wofür es spricht, wogegen: Wirkt informiert und erwachsen, bringt viel unter. Risiko: dichter Satz schreckt ab, wer nur kurz vorbeischaut — und auf dem Telefon wird es eng.
Die einzige Probe, deren Grundzustand dunkel ist: tiefes Blauschwarz, ein Grün, das leuchtet, und eine Straße bei Nacht mit Licht in den Fenstern. Wer hell eingestellt hat, bekommt eine eigens gebaute helle Fassung.
Wofür es spricht, wogegen: Ungewöhnlich, merkfähig, technisch versiert. Risiko: Ein Verein, der Familien ansprechen will, wirkt im Dunkelmodus schnell wie ein Softwareprodukt.
Farben und Schrift von der bestehenden Vereinsseite übernommen: das Moosgrün des Kopfbandes, der hellgraue Grund, die blassgrünen Inhaltskästen, Arial, blaue Links, weiße Inhaltskarte mit Schatten. Neu ist allein die Struktur.
Wofür es spricht, wogegen: Zeigt dem Vorstand, dass die Neuordnung nicht an der Optik hängt — dieselbe Seite, nur brauchbar. Risiko: Wer den Auftritt für veraltet hält, hält ihn danach immer noch dafür. Gewinnt keine neuen Leute über den ersten Eindruck.
Alles von Hand: Handschrift im Text, Marker in den Überschriften, wackelige Rahmen an jedem Element, Punktraster als Papier. Farbe hat genau drei Aufgaben wie in den Wireframes — rot ist Handlung, gelb ist Markierung, blau ist Anmerkung.
Wofür es spricht, wogegen: Unverwechselbar, warm, im Netz praktisch einzigartig — und erzählt die Haltung des Vereins mit, bevor ein Wort gelesen ist. Risiko: Handschrift kann als unfertig oder als Kinderseite gelesen werden, und lange Texte lesen sich darin schwerer.
Displayschrift mit Handschrift-Anmutung, die sieben Kapitelfarben aus dem Inhaltsverzeichnis des Buches, Schlagschatten, wackelige Kanten auf Geräten, die es tragen.
Wofür es spricht, wogegen: Unverwechselbar und freundlich, trifft die Tonlage des Vereins. Risiko: Handschrift kann als unfertig gelesen werden, und die Displayschrift verträgt keine langen Überschriften.