Sechs Gründe, auf ein eigenes Auto zu verzichten — die meisten haben nichts mit Verzicht zu tun.
Die Herstellung eines Autos verursacht die Hälfte der Umweltbelastung seines gesamten Lebenszyklus. Der Autoverkehr trägt in Deutschland bis zu 18 Prozent zu den Treibhausgasen bei. Straßen und Parkplätze versiegeln rund fünf Prozent der Fläche Deutschlands — mehr als alle Wohngebäude zusammen.
Mindestens 10.000 Schritte am Tag gelten als gesund. Wer sich im Alltag täglich eine halbe Stunde bewegt, halbiert das Risiko für Herzkrankheiten und Diabetes. Fußgänger und Radfahrer sind seltener krank.
Ein Kleinwagen kostet nach ADAC 317 € im Monat, ein Wagen der oberen Mittelklasse 911 €. Über ein Menschenleben sind das 100.000 bis 500.000 Euro. Nicht umsonst spricht man von der Armutsfalle Auto.
Bei einem Mittelklassewagen und 2.000 € netto im Monat arbeitet man ein Viertel seiner Arbeitszeit nur fürs Auto — etwa fünf Tage im Monat. Autofahren spart am Ende weder Zeit noch Geld.
Ein Auto braucht meist drei Stellplätze: zu Hause, auf der Arbeit, in der Freizeit. Jedes Auto weniger ist ein Beitrag zu mehr Platz — für Kinder, die draußen spielen, und für alle, die dort wohnen.
Wer zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs ist, sucht keinen Parkplatz, steht in keinem Stau und kann die Route selbst wählen. Die Fahrtzeit in Bus und Bahn lässt sich lesen, arbeiten oder schlafen.
Sechs Angaben, keine Anmeldung — und du weißt, was dich dein Auto wirklich kostet.
Was wir von der Politik fordern: Vorrang für den Umweltverbund, Flächengerechtigkeit, bezahlbare Mobilität für alle.
Vom ersten Versuch bis zum Alltag ohne Auto — Kapitel für Kapitel.
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